Logo
ueber1|3. Einzelveranstaltungen]


Lobdengau-Museum

Im Bischofshof präsentiert Ladenburg auf ca. 1100 qm seine Vergangenheit: Ur- und Frühgeschichte, die Zeit der Neckarsweben mit Funden aus Brandgräbern, die römi-schen Kastelle von Lopodunum, die römische Stadt LOPODUNUM mit Stadtmauer,
Forum, Basilika, Mansio, Theater, Tempel, Bädern und villae rusticae, der spätrömi-sche Burgus des Kaisers Valentinian I, die Epoche der Völkerwanderung von den Ala-mannen bis zu den Franken und die danach folgende Zeit der Wormser Bischöfe.
Die Führung wird von einem Mitglied des Heimatbundes Ladenburg durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit dem Heimatbund Ladenburg e.V.
Museumsführung 2018:
Sonntag, 04. Februar 2018, 14.30 Uhr
Sonntag, 15. April      2018, 14.30 Uhr
Die Teilnehmergebühr beträgt 6,00 € (incl. Eintrittspreis)
Treffpunkt: Ladenburg, Eingang Lobdengau-Museum, Bischofshof


Schreiben in Gefangenschaft und Todesangst –
Anne Frank und andere junge Autorinnen und Autoren 1942-1944
Ein Vortrag im Zusammenhang mit der TIL-Produktion
„Das Tagebuch der Anne Frank“

Uta Jungcurt
Während Anne Frank in ihrem Versteck in der Prinsengracht in Amsterdam ihrem Tagebuch ihre Ängste und Nöte, Sehnsüchte und Hoffnungen anvertraute, taten ihr es junge Gefangene im KZ Theresienstadt gleich. Sie schrieben Tagebuch, Gedichte, Essays, einige gestalteten eine Schülerzeitung. Wie junge Menschen im Angesicht der Vernichtungspläne der Nationalsozialisten ihren Alltag unter schwierigsten Bedingun-gen meisterten und mit Schreiben, Malen und Dichten ihre Menschenwürde vertei-digten, ist Thema dieses Vortrages. In einer Mischung aus historischer Dokumentation und Lesung werden die besonderen Lebensbedingungen in den besetzten Nieder-landen wie im Ghetto-KZ Theresienstadt skizziert, um dann die Autorinnen und Auto-ren selbst zu Wort kommen zu lassen.
Dienstag, 17.04.2018, 19.00 Uhr
VHS, Altes Rathaus, Raum 4
Teilnehmergebühr beträgt 5,00 €


„Römisch“ auch im Mittelalter.
Thesen zum Ausbau der Stadt im 10./11. Jahrhundert

Referent: Dr. Thomas Küntzel (Göttingen)
Die mittelalterliche Stadt Ladenburg besteht aus zwei Bereichen: dem frühmittelalter-lichen Kern und einer ringförmigen Erweiterung, zu welcher der Markt, die Sankt Gallus-Kirche und die Stadtbefestigung gehören. Vergleichende Studien zur Symbolik von Stadtgrundrissen im Hochmittelalter bieten den Ausgangspunkt für eine neue Interpretation dieser „Außenstadt“ als Nachbau der Stadt Rom und zugleich als „Sankt Gallen der Wormser Bischöfe“. Die Urkunden, in denen Ladenburg im 10. und 11. Jahrhundert erwähnt wird, gewinnen vor diesem Hintergrund neue Aussagekraft. Zudem wurde der Plan von Ladenburg vermutlich schon im 11./12. Jahrhundert mehrfach kopiert und „weitergegeben“. Die Topographie dieser „Nachbauten“ er-laubt weitere Rückschlüsse auf die symbolische Konzeption der Stadtanlage von La-denburg. Der Referent wird diese spannenden Thesen zur mittelalterlichen Stadtent-wicklung Ladenburgs in seinem Vortrag eingehend vorstellen.
In Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis und
Heimatbund Ladenburg e.V.
Donnerstag, 22. Februar 2018, 19:30 Uhr
Domhof Ladenburg, Hauptstraße 7
Eintritt frei!


Zur Kultur der Jesuiten in der Kurpfalz im 17. und 18. Jahrhundert
Referent: Prof. Dr. Hermann Wiegand (Heidelberg/Mannheim)
Während und nach dem Dreißigjährigen Krieg ließen sich in der Kurpfalz erstmals Jesuiten nieder. In Kollegien in Heidelberg, Mannheim und Neustadt an der Haardt etablierten sie ein Bildungssystem, das zur Rekatholisierung weiter Teile der Bevölke-rung beitrug. Im Vortrag geht es darum, diese jesuitische Kultur, die auch in Laden-burg ihre Spuren hinterließ, näher zu beleuchten und ihre Rolle in der Geschichte der Kurpfalz seit der Mitte des 17. Jahrhunderts darzustellen.
In Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis und
Heimatbund Ladenburg e.V.
Donnerstag, 22. März 2018, 19:30 Uhr
Domhof Ladenburg, Hauptstraße 7
Eintritt frei!


Die europäische Idee der Freiheit
Referent: Gernod Jungcurt (Ladenburg)
Die Idee der Freiheit prägt seit über zweitausend Jahren das politische Denken und Handeln in Europa. Für die Bürger des antiken Rom war das höchste Gut die Bewah-rung der Freiheit ihrer Republik und die gemeinschaftliche Verantwortung für das Gemeinwesen. Davon ließen sie sich in ihrem Handeln leiten. Als im Zeitalter der
Glaubensspaltung in Europa die Fürsten immer mächtiger wurden und zuletzt nach der absoluten Herrschaft strebten, erinnerten sich die Menschen daran. In der Rück-besinnung wurden die antike Freiheit und die Bereitschaft zur Verantwortung für das Gemeinwesen wieder lebendig. Es waren die Ideen der altrömischen Republik ge-paart mit Verantwortung für den Staat, die die Menschen zuerst zu politischer Kritik anstifteten und dann zu politischem Handeln. So entstand eine mächtige Bewegung des Aufbruchs in die Freiheit, die im 19. Jahrhundert ganz Europa erfasste. Freiheit und das Ideal der Gleichheit prägen seitdem die europäische Identität. Anhand von Bildern und Dokumenten zeichnet der Vortrag diese Entwicklung nach.
In Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis und
Heimatbund Ladenburg e.V.
Donnerstag, 19. April 2018, 19:30 Uhr
Domhof Ladenburg, Hauptstraße 7
Eintritt frei!